Die Ausrüstung beim Distanzfahren

Traberanspannung (Das Pferd zieht mit dem Rücken) © Secondface / PIXELIO

Traberanspannung (Das Pferd zieht mit dem Rücken) © Secondface / PIXELIO

Brustblattanspannung (Das Pferd zieht mit der Brust) ©Siegfried Baier/ PIXELIO

Brustblattanspannung (Das Pferd zieht mit der Brust) ©Siegfried Baier/ PIXELIO

Erlaubt ist, was pferdefreundlich ist.

Distanzfahren als Ausdauersport stellt natürlich besondere Anforderungen an die Ausrüstung.

Eine Distanzfahrt dauert je nach Länge zwischen 2 und 12 Stunden. Da ist die Belastung für Kutsche und Geschirr besonders hoch. Gleichzeitig aber sollte die Ausrüstung möglichst leicht sein, um das Pferd nicht noch zusätzlich zu belasten.

Was die geeignete Anspannung für sein Pferd ist, kann man am besten im Training herausfinden. Im Wettkampf findet man die unterschiedlichsten Gespanne. Sehr gängig sind sogenannte Sulkys, d.h. Einachser. Hier kann man nochmal die verschiedensten Typen finden. Angefangen beim sog. Römerwagen, also mit stehendem Fahrer, bis hin zum gemütlichen aber auch schweren Mehrsitzer.

Auch die Geschirrformen variieren. In erster Linie findet man immer noch Ledergeschirre, sei es in Form von Brusblattanspannungen oder auch Trabrenngeschirre, bei denen das Pferd mit dem Rücken zieht statt mit der Brust. Auf dem Vormarsch sind Synthetikgeschirre. Sie sind sogar noch haltbarer als Leder, leichter, und mit Wasser zu reinigen. Zudem gibt es sie in allen schicken Farben :-)

Das Allerwichtigste ist aber, dass das Geschirr keinerlei Druck- oder Scheuerstellen hinterlässt. Was dem einen Pferd gut passt, muss für das nächste noch lange nicht die Lösung aller Probleme sein. Hier gilt: Ausprobieren und zwar vor dem Wettkampf.

Die Kutsche oder der Sulky sollten zusätzlich eine hohe Bodenfreiheit haben, denn Distanzfahrten finden nicht immer auf der Straße oder auf befestigten Wegen statt. Sollten Sie sportlich fahren wollen, achten Sie bitte auch auf Kippsicherheit des Gefährtes.

Gewisse Vorschriften gibt es außerdem noch zu beachten:

(Auszug aus dem Reglement des VDD)

Zugelassen sind alle Ein- oder Mehrachser, die verkehrssicher gem. Straßenverkehrsordnung und Straßenverkehrs Zulassungsordnung sind.

Bremsen sind für mehrachsige Fahrzeuge, Zwei- oder Mehrspänner Pflicht. Einachsige Einspänner ohne Bremse sind nur mit sachgerecht verschnalltem und funktionstüchtigem Hintergeschirr zulässig.

Gebisslose Zäumungen sind verboten. Zusätzliche Auflagen durch den Veranstalter, welche die Ausrüstung betreffen, sind möglich.

Zulassung Fahrer:

Das Mindestalter für Fahrer und Beifahrer beträgt 14 Jahre. Der Veranstalter kann den Nachweis eines Fahrabzeichens oder -passes fordern. Jedes Gespann muss mindestens mit einer Person über 18 Jahren besetzt sein.

Das Fahrzeug muss mindestens mit so vielen Personen besetzt sein, wie Pferde eingespannt sind. Wechsel von Beifahrern ist zulässig, nicht jedoch Fahrerwechsel.

Über den Autor, Freia Schultz-Friese

Freia Schultz-Friese ist dem Pferdesport seit frühester Kindheit verschrieben, und bleibt bis heute den Pferden treu. Sie betreibt den Reit- und Fahrsport aktiv mit eigenen Pferden seit nunmehr über 25 Jahren. Viele Disziplinen hat sie seither ausprobiert. Ihre alten und neuen Erfahrungen bringt sie in den Artikeln des Pferdekuriers ein.

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